Beispiel:Währungsumrechnung

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Sind in einem Konzern Unternehmen unterschiedlichster Währungsräume vereint, so können die einzelnen Abschlüsse der Konzernunternehmen wegen der unterschiedlichen Währungen nicht einfach konsolidiert werden. Die Währungsumrechnung dient der Umrechnung der lokalen Währungen (z.B. der Konzernunternehmen) in eine zentrale Währung (z.B. des Konzerns). In Professional Planner 2008 gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Darstellung der lokalen Währung (LC für Local Currency) und der Konzernwährung (GC für Group Currency) zu organisieren.

Kurse[Bearbeiten]

Sie können in Professional Planner die Währungsumrechnung anhand der modifizierten Stichtagsmethode (Kurstabelle) vornehmen oder anhand eines globalen Durchschnittskurses.


Kurstabelle[Bearbeiten]

Für die Umrechnung der Währung stehen Ihnen in Professional Planner drei Kurse zur Verfügung:

  • Durchschnittskurs
  • Anfangsbestandskurs
  • Endbestandskurs

Dabei dient der Durchschnittskurs zur Berechnung der GuV-Werte und der Anfangs- bzw. Endbestandskurs zur Berechnung aller Bestandswerte (die Kurse werden im Dokument Kurstabelle eingegeben). Die Währungsumrechnung in Professional Planner erfolgt dabei anhand der sogenannten modifizierten Stichtagsmethode unter Berücksichtigung der Vorperioden. Die folgende Abbildung zeigt Ihnen die Umrechnung der LC-Werte in GC-Werte.


WaehrungNettoerloese.gif


Die Umrechnung der LC in GC erfolgt dabei anhand der Formel

WaehrungFormelWaehrungsumrechnung.gif


Für März bedeutet dies daher (3.000/0,7) - 3.333 = 952

Sollten die Vorperioden für die Umrechnung eines Wertes nicht berücksichtigt werden, so können Sie dies in den Eigenschaften eines jeden Feldbezugs festlegen (Währung ohne Vorperioden).


Durchschnittskurs[Bearbeiten]

Sollten Sie für die Umrechnung keine Differenzierung in der Zeit und für GuV bzw. Bilanzwerte benötigen, so können Sie einen Durchschnittskurs für das gesamte Dataset vergeben und für die Umrechnung heranziehen. Der Kurs wird in diesem Fall im Dokument Stammdaten eingegeben.


Währungsumrechnungsmethoden[Bearbeiten]

Da in einem Professional Planner-Dataset Daten in nur einer Währung gehalten werden können, gibt es für die Darstellung von LC und GC unterschiedliche Lösungsansätze. Diese unterscheiden sich hauptsächlich in der Anzahl der benötigten Datasets und ob Daten in GC oder LC gespeichert werden.

Lösungen mit einem Dataset[Bearbeiten]

LC- oder GC-Dataset - 1 Kurs/DS[Bearbeiten]

Zur Darstellung der LC-Werte oder GC-Werte wird der für das gesamte Dataset geltende Kurs im Stammdatendokument eingegeben und die Währungsumrechnung bei Bedarf über den Menüpunkt Währung (Menü Extra) durchgeführt. Die Werte werden dabei zur Laufzeit mit dem Umrechnungsfaktor umgerechnet und angezeigt. In den Standarddokumenten erkennen Sie die aktivierte Währungsumrechnung durch:

  • den eingeblendeten Begriff Währung unter dem Dokumententitel
  • die unter dem Dokumententitel eingeblendete Währungsbezeichnung, die Sie im Tabellendokument Kurstabelle vergeben können
  • die unter dem Dokumententitel eingeblendete Währungsbezeichnung, die Sie im Tabellendokument Stammdaten vergeben können


LC - 1 Kurs/Unternehmen/Periode[Bearbeiten]

Die Daten werden im Dataset in LC gehalten und für jedes Unternehmen wird pro Periode der entsprechende Kurs im Tabellendokument "Kurstabelle" eingegeben. Die Umrechnung der einzelnen Konzernunternehmen in GC erfolgt bei Bedarf über den Menüpunkt Währung. Die GC ist dabei für jede Einzelgesellschaft richtig, nicht jedoch für den Konzern. Die Summe auf Konzernebene wird mit den angepassten Dokumenten mittels Summenformel errechnet.


Vorteile:

+ einfach umzusetzen

Nachteile:

- für Konzerne nicht einsetzbar, da nur ein Umrechnungsfaktor verwendet wird


GC - 1 Kurs/Unternehmen/Periode[Bearbeiten]

Die Daten werden im Dataset in GC gehalten und für jedes Unternehmen wird pro Periode der entsprechende Kurs im Tabellendokument "Kurstabelle" eingegeben. Die Umrechnung in LC der Einzelgesellschaften erfolgt bei Bedarf über den Menüpunkt Währung.


Vorteile:

+ Konzernebene in GC

+ Umrechnung der Einzelgesellschaften in LC

Nachteile:

- Nachträgliche Änderung der Daten bzw. Kurse erfordert einen Neuimport der Daten


Angepasste BCL mit 2 Währungen[Bearbeiten]

In diesem Fall werden die LC-Werte und GC-Werte auf unterschiedlichen Feldbezügen gespeichert und dadurch sowohl LC-Daten und GC-Daten im Dataset gehalten. Diese Lösung bedarf jedoch zwingend einer individuellen Anpassung der verwendeten BCL und eignet sich beispielsweise für eine Verkaufsplanung.


Vorteile:

+ alle Daten werden im Dataset gehalten

+ nachträgliche Änderung der Kurse und Daten jederzeit möglich

+ hervorragende Lösung für Sales-Datasets

Nachteile:

- Standarddokumentensatz nicht einsetzbar, da unterschiedliche Feldbezüge benötigt werden

- nicht geeignet für ein Dataset basierend auf komplizierten BCLs (z.B. mit Bilanzplanung)

- BCL-Anpassung jedenfalls erforderlich


Oberflächenlösung[Bearbeiten]

Die Daten werden in LC gehalten und mit individuellen Formeln in einem Tabellendokument über die Professional Planner Services 2008 für Excel oder Excel Connector umgerechnet. Die Kurse können dabei in einem Verwaltungsdataset gespeichert und gepflegt werden.


Vorteile:

+ einfach umzusetzen

+ Anpassung der Kurse & Daten jederzeit möglich


Lösungen mit zwei Datasets[Bearbeiten]

Währungsumrechnung mittels Professional Consis[Bearbeiten]

Die Daten werden in Professional Planner erfasst und in LC gespeichert. Der gesamte Datenstand wird nach Professional Consis transferiert, in GC umgerechnet und in ein zweites Professional Planner-Dataset zurückgespielt.


Vorteile:

+ einfach umzusetzen

+ keine Anpassungen notwendig


Nachteile:

- benötigt den Einsatz von Professional Planner Consis

- Ablaufkoordination

LC - 1 Kurs/Unternehmen/Periode (Variante 1)[Bearbeiten]

Die Daten werden in LC gehalten und mittels Währungsumrechnungsmanager in GC in ein auf curreny.ped basierendes zweites Dataset transferiert. Im ersten Dataset werden dabei die Einzelgesellschaften bei Bedarf korrekt in GC dargestellt. Die Konzernebene ist im zweiten Dataset ersichtlich.


Vorteile:

+ keine Anpassungen erforderlich

+ Abbildung der Währungsdifferenzen im GC-Dataset (currency.ped)

+ korrekte Abbildung von Durchschnitts- und Stichtagskursen


Nachteile:

- keine Planung im GC-Dataset möglich

- nachträgliche Änderung der Daten bzw. Kurse erfordert einen Neuimport der Daten in das GC-Dataset


LC - 1 Kurs/Unternehmen/Periode (Variante 2)[Bearbeiten]

Die Daten werden in LC gehalten und mittels angepassten Managers in GC in ein zweites Dataset transferiert. Im ersten Dataset werden dabei die Einzelgesellschaften bei Bedarf korrekt in GC dargestellt. Die Konzernebene ist im zweiten Dataset ersichtlich.


Vorteile:

+ Verwendung einer beliebigen Ziel-BCL

+ Umrechnung ohne Berücksichtigung der Vorperioden möglich

+ Definition der Umrechnungsmethode pro Feldbezug (MxP)

+ korrekte Abbildung von Durchschnitts- und Stichtagskursen


Nachteile:

- Anpassung erforderlich

- nachträgliche Änderung der Daten bzw. Kurse erfordert einen Neuimport der Daten in das GC-Dataset